Startseite » Blog » Meine Anti-Millennials-Bucket-List-Liste!

Meine Anti-Millennials-Bucket-List-Liste!

Überall lesen wir es: jeder Millennial braucht mindestens eine Bucket-List! Die Bucket-Liste mit 30 Dingen, bevor du 30 wirst; die Travel-Bucket-List; die Bucket-List für echte Millennials und vieles anderes.

2020, so hab ich‘s mir vorgenommen, werd ich zum echten Millennial und erstelle endlich meine eigene Bucket-List. Also habe ich  angefangen zu googeln, hab Pinterest befragt. Doch statt mich zu motivieren haben mich die vielen Artikel nachdenklich und eher traurig gemacht. Wie so oft beschrieben, haben mir in diesen Momenten das Internet und die sozialen Medien eher ein schlechtes Gefühl gegeben.

Versteht mich nicht falsch, ob Millennial, alt oder jung – jeder darf eine (oder sogar ganz viele) Bucket-Listen haben. Aber findet ihr nicht auch, dass diese Liste eure persönliche Liste sein sollte? Eine Liste, die euch vielleicht motiviert, die eure Vorfreude auf was auch immer weckt. Kurz gesagt eine Bucket-List, die euch ein gutes Gefühl gibt.

Wenn‘s euch so geht wie mir und euch die Liste einfach nur stresst statt glücklich macht, ist dieser Trend vielleicht einfach nicht unser Ding.

Hier meine Anti-Bucket-List-Liste!

1. Bucket-Listen deprimieren

Wie bereits geschrieben, haben mich die Bucket-Listen fremder Menschen im Internet mehr deprimiert als inspiriert und motiviert. Natürlich träume ich davon, den Mount Everest zu besteigen, mit meiner Yacht in der Karibik zu schippern oder die grosse Villa am Bodensee zu besitzen – aber statt diese Punkte irgendwo aufzuschreiben, überlege ich mir lieber konkret, was ich heute und morgen tun kann, um dieses Haus eines Tages zu besitzen. So arbeite ich Schritt für Schritt auf meinen grossen Traum hin, statt mir einmal im Monat meine Liste an Träumen anzusehen, ohne zu wissen, wie ich diese wahr werden lassen kann.

2. Bucket-Listen kosten Geld:

Nicht alle Millennials haben die finanziellen Mittel, ein Jahr in Australien zu reisen, oder diese grossartige Erfahrung des Bungeejumpings zu machen bevor sie 30 sind und bevor die Karriere vielleicht so richtig startet.

3. Immer mehr, immer schneller:

Viele dieser Bucket-Listen vermitteln mir ein Gefühl von immer mehr, immer schneller. Eine Einstellung, die ich absolut nicht teile.

4. muss jeder Millennial seinen Traumjob finden?

Ihr mögt euch jetzt vielleicht denken, dass das absolut das Gegenteil von meinem Keine-Angst-vorm-Kündigen-Artikel ist, aber ich finde einfach, es baut unheimlich viel Druck auf, zu Millennials zu sagen, sie „müssen“ ihren Traumjob finden bevor sie 30 sind und dass das dieses Ziel unbedingt auf jede Bucket-List muss. Was genau passiert denn, wenn ich mit 30 meinen Traumjob noch nicht gefunden habe? Oder wenn ich mit 32 einen anderen Traumjob habe als mit 22?

5. Familienplanung mithilfe der Bucket-List?

Für mich ist Familienplanung einer der schwierigsten Punkte auf einer Bucket-List. Wie bitte kann geplant werden, mit diesem oder jenem Alter Kinder zu haben? Leute, wie schafft ihr es, genau zu wissen, dass ihr am 23. Mai 2020 eure Traumpartner finden und dann 10 Monate später ein süsses Baby mit ihnen haben werdet?

6. Millennials sollten leben, nicht planen:

Gefahr ist, dass man als Millennial ständig in der Zukunft lebt, statt den Moment zu geniessen. Sparen ist super – aber zu der nächsten Kinoeinladung Nein sagen oder Weihnachten zuhause verpassen weil man in den nächsten 12 Monaten unbedingt Pinguine in der Antarktis sehen muss – fänd ich ganz schön traurig.

7. Bucket-Listen: Macht halt jeder:

Ich bin und bleibe ein echter Wassermann: etwas zu tun, nur weil‘s jeder tut geht mir so richtig gegen den Strich. Dann lieber keine Bucket-List und sich so von der (Millennial-)Masse abheben. 🙂

Bucket-List mal anders

Ich finde: Pläne sind besser als Listen! Die Bucket-List erinnert uns Millennials doch einfach nur daran, was wir noch nicht gemacht haben. Lasst uns doch stattdessen lieber realistische Ziele setzen und dann aktiv werden um diese Ziele umzusetzen. Ich persönlich find‘s auch leichter (und motivierender), ein Ziel zu haben, auf das ich hinarbeiten kann, statt einer Liste voller Träume, die ich dann Bucket-List nenne.

Bucket-Listen sollten doch etwas Persönliches sein, und nicht eine Zusammenstellung von Phrasen, die man auf irgendeinem Millennial-Blog gelesen habt. Kein Stress sondern Freude! Dinge, von denen wir echt und ehrlich träumen – und die wir zur Not auch noch mit 31 machen könnt! 🙂

Erzählt doch mal, habt ihr Bucket-List ? Wie motiviert ihr euch, eure Ziele zu erreichen? Seid ihr genau solche Bucket-Listen-Muffel wie ich?

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.