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Auswandern aus seelischer Sicht

Eine Auswanderung bedeutet Stress, ganz klar. Vor allem, wenn ihr vielleicht nicht alleine auswandert, sondern mit eurer ganzen Familie. Zum Stress der Wohnungs- und Jobsuche kommt der seelische Stress dazu: alles Bekannte hinter sich zu lassen um in neuem Terrain noch einmal von vorne anzufangen. Neben der Vorfreude spürt ihr bestimmt auch Angst und Nervosität. Wer würde das nicht? Das gehört einfach zu diesem Abenteuer des Lebens. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Auswanderer auf ihr Herz hören und auf ihr Bauchgefühl vertrauen! Vielleicht helfen euch meine Tipps dabei, besser auf eure psychische Gesundheit zu achten.

1. Verabschiedet euch richtig!

Aller Abschied ist schwer – auch wenn ihr euch bewusst dafür entschieden habt. Auswanderer sehen ihre Lieben eventuell eine lange Zeit nicht mehr. Sich leise davonzustehlen um den Schmerz zu vermeiden erscheint euch gar nicht so falsch? Eurer seelischen Gesundheit tut es aber bestimmt nicht gut. Denn nur wer mit einem zufriedenen Gefühl weggeht, kann auch mit einem zufriedenen Gefühl ankommen.

2. Findet heraus, wo eure Stressfaktoren liegen

Es gibt viele Faktoren, die eure psychische und physische Gesundheit beeinträchtigen können. Sobald ihr euch dieser Faktoren bewusst seid könnt ihr darauf achten. Dazu können zum Beispiel Schlaf oder sportliche Betätigung gehören. Achtet also zum Beispiel darauf, dass ihr auch während der stressigen Auswanderungsphase genügend schlaft und vergesst nicht auf eure tägliche Sport-Einheit. Hier muss wohl auch der klischeehafte Kulturschock genannt werden. Wandert nicht blindlings aus: Informiert euch, welche kulturellen Gegebenheiten eure mentale Gesundheit aus dem Gleichgewicht bringen könntet und überlegt euch im Vorhinein, wie ihr damit umgehen könntet.

3. Nehmt ein kleines Stückchen Heimat mit

Es ist nie einfach, die Komfortzone zu verlassen. Viele Auswanderer erleben nach der ersten Eingewöhnung Heimweh. Vor allem, da am Anfang oft der soziale Kontakt fehlt. Mein Tipp für eine gute seelische Gesundheit: nehmt euch was mit, das euch an Zuhause erinnert; ein besonderes Getränk, ein Familienfoto oder auch einfach euer Lieblingsbuch helfen dabei, das Heimweh zu überstehen. 🙂 Und bitte versucht nicht, die negativen Gefühle zu verdrängen. Jeder hat das Recht darauf, auch mal traurig zu sein oder gar an der Entscheidung zu zweifeln!

4. Findet Orte, die euch gut tun!

Klingt zwar abgedroschen, ist aber so: seid positiv. Sucht euch Orte, die euch glücklich machen. Erinnert euch daran, warum ihr genau dort seid, wo ihr seid. Setzt euch ans Meer, besucht eure liebsten Sehenswürdigkeiten in der neuen Stadt, meldet euch zum Yoga an – die Möglichkeiten sind vielfältig und hängen davon ab, was euch glücklich macht. Ihr wollt das nicht alleine machen? Hier hab ich ein paar Tipps gesammelt wie ihr in der neuen Stadt Freunde findet.

5. Vernetzt euch mit Freunden und Familien

Wir leben in einer Zeit in der es uns einfach gemacht wird, mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben, auch wenn wir räumlich getrennt sind. Plant Videochats mit eurer Familie und euren besten Freunden um euch gegenseitig auf dem laufenden zu halten. Ich persönlich finde es immer schön, mit meinen alten Freunden zu sprechen, wenn ich einen harten Tag habe. Diese Unterstützung hat mir durch die schwierigen Phasen meiner Auswanderung geholfen.

5. Vernetzt euch mit anderen Auswanderern und Expats

Das selbe gilt für andere Auswanderer in eurer Stadt. Ich fand es immer beruhigend, zu wissen, dass ich mit meinen Sorgen nicht alleine bin! Es ist doch schön, mit jemandem zu quatschen, der dieselbe Achterbahnfahrt mitmacht wie ihr selber. Und im Idealfall findet ihr jemanden, der das ein oder andere Problem schon gelöst hat und euch einen super Tipp geben kann. Und wenn dadurch Freundschaften entstehen ist das doch noch ein Pluspunkt für eure seelische Gesundheit

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